Information zu Qualität und Handhabung von Koordinaten aus der digitalen Liegenschaftskarte bzw. ALKIS-Bestandsdaten

 

Die digitale Liegenschaftskarte wurde auf der Grundlage analoger Gebrauchskarten erstellt. Dabei handelte es sich sowohl um Katasterrahmen- als auch um Katasterinselkarten.
Die Digitalisierung der Rahmenkarten (Ausgangsmaßstab 1:1000) erfolgte 1:1 ohne Verwendung gerechneter Passpunkte. Die Einpassung der Karten erfolgte über die Gitterkreuze.
Die Inselkarten (Ausgangsmaßstäbe 1:625 bis 1:2000) wurden unter Verwendung der vorhandenen Punkte der ALK – Punktdatei mittels Delauny-Transformationen in das Gauß-Krüger-System eingepasst.
Mit den verwendeten Verfahren konnte keine Genauigkeitssteigerung erzielt werden. Situationsbedingt sollten möglichst schnell digitale Karten erzeugt und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Die digitalen Karten können daher auch nur als eine einfache Umformung von analoger in digitale Form angesehen werden.
Eine Genauigkeitssteigerung bleibt den nachfolgenden Homogenisierungsverfahren vorbehalten.

Nach dem Wechsel des amtlichen Koordinatenreferenzsystems im Jahr 2024 erfolgte eine Transformation zu UTM-Koordinaten im Europäischen Terrestrischen Referenzsystem 1989 (ETRS 89).

Details zur gewählten Transformation sind unter
https://www.saarland.de/lvgl/DE/themenaufgaben/themen/grundlagen/lagehoeheschwere/transformation verfügbar.

Die Genauigkeit der digitalen Karte und auch der Koordinatenangaben des Punktortes TA in ALKIS-Bestandsdaten haben in aller Regel auch nur die Genauigkeit der zugrunde liegenden analogen Karte.

Diesen Koordinaten kann nur die Qualitätsstufe „Präsentationskoordinate“ zugestanden werden.

Die geometrische Genauigkeit unterliegt einer großen Schwankungsbreite und kann nicht generell, sondern nur im Einzelfall beurteilt werden.

Sie können nicht als Ausgangspunkte für Messungen verwendet werden.

Ebenso können daraus auch keine anderen Maße oder Werte (Grenzlängen, Grenzabstände oder Flächen) abgeleitet werden.